Programm im KulturKino

KulturKino Zwenkau (www.KulturKino-Zwenkau.de)



Infos zur Veranstaltung
Do 15. 09.
Nasim
© Rosenpictures Filmproduktionen

15.09.2022, ab 18:30 Uhr Imbiss und Gespräch; ab 20 Uhr Film

Achtung: Die Veranstaltung findet nicht, wie im Flyer angegeben, im Waldbad sondern im KulturKino statt.
Dokumentation
DE (2021)

Arne Büttner, Ole Jacobs
Nasim Tajik
Im Rahmen der bundesweiten LETsDOK-Tage lädt das KulturKino zwenkau in Kooperation mit der AG DOK Ost und dem anDOKen e.V. zu einer FILM PLUS Veranstaltung ein.

Bereits ab 18:30 Uhr bitten wir, an einer bunt gedeckten Tafel Platz zu nehmen und sich zausammen mit den Filmschaffenden, der Familie von Nasim und Akteur:innen, die sich im Bereich der Geflüchteten-Hilfe engagieren, über die aktuelle Lage von Migrant:innen in Deutschland auszutauschen – das Kino soll zum Begegnungsort werden. Der Film beginnt 20 Uhr.

Zum Film: Nasim ist 38 Jahre, stammt aus Afghanistan und kam im Februar 2020 als Geflüchtete aus dem Iran nach Europa. Moria, das größte Flüchtlingslager der EU, wurde zwangsweise zum Wohnort für Nasim. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Shamsullah, ihren beiden Söhnen und der erweiterten Familie, versucht Nasim das harte Leben im Camp zu überstehen.

Als Mutter übernimmt Nasim eine schwierige, und im Kontext von Flucht und Migration wenig sichtbare Rolle: Wie andere Mütter trägt sie nicht nur ihre eigene Verantwortung, sondern die der gesamten Familie auf ihren Schultern. Zudem erschweren patriarchale Strukturen, Machtverhältnisse wie sie auch in der afghanischen Community in Moria vorherrschen, Nasims Weg zu einer Gleichstellung.

In der Nacht vom 8. auf den 9. September 2020 zerstört ein Großbrand das komplette Lager und Nasim und ihre Familie stehen vor dem Nichts. Es folgen Demonstration, Obdachlosigkeit und Polizeigewalt. Doch Nasim kämpft weiter um ihre Zukunft.

Regiestatement Ole Jacobs und Arne Büttner:

„I am so sorry refugees, this is not Europe“ hatte jemand an die Mauer des Camps Moria geschrieben. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen: Moria, mit all seinem Elend, den Menschenrechtsbrüchen, den Hütten aus Holz und Plastik im Olivenhain, dem Asylgefängnis, den kranken Kindern – all das ist Europa und ein direktes Ergebnis der verfehlten Migrationspolitik der Europäischen Union. Moria ist Sinnbild für eine systematische Ausgrenzungs- und Abschreckungspolitik. Die Fragen nach Verantwortlichkeiten für diese Zustände und Teilhabe von Flüchtenden an europäischen Gesellschaften können beim Anblick solcher Elendslager nicht mehr weggewischt werden.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Mitteldeutschen Medienförderung und der Kulturstiftung Sachsen.

 
7,50 EUR / 5 EUR ermäßigt
 
 


Das KulturKino zwenkau wird betrieben von der:

kulturinitiative zwenkau e.V.
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